FAQ

Häufig gestellte Fragen / FAQ
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Inhalt
1 BIOENERGIEGENOSSENSCHAFT ……………………………………………………………………………… 3
1.1 Warum wird eine Genossenschaft gegründet……………………………………………………. 3
1.2 Warum sollte ich auf Nahwärme umsteigen? ……………………………………………………. 3
1.3 Wozu wird meine Einlage in Höhe von 6.000 € verwendet? ……………………………….. 3
1.4 Mit welchem Betrag hafte ich als Genosse? ……………………………………………………… 3
1.5 Kann ich Nahwärme beziehen, ohne Genossenschaftsmitglied zu sein? ………………. 3
1.6 Kann ich mich auch noch später entscheiden? ………………………………………………….. 4
2 HAUSTECHNIK ……………………………………………………………………………………………………… 4
2.1 Wie funktioniert eine Hausübergabestation (HÜS)?…………………………………………… 4
2.2 Wie groß ist die Übergabestation?…………………………………………………………………… 4
2.3 Wie wird die Technik in meinem Haus gewartet? Entstehen dafür Kosten?………….. 4
2.4 Kann ich meine alte Heizungsanlage behalten?…………………………………………………. 4
2.5 Kann ich einen Kamin/Kachelofen im Haus im Betrieb halten?……………………………. 4
2.6 Kann ich meine Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung behalten?…………….. 4
2.7 Was mache ich mit meiner alten Heizungsanlage/Kessel/Öl/Gastank? ………………… 5
2.8 Meine Heizung ist erst wenige Jahre alt – rechnet sich Nahwärme für mich?……….. 5
2.9 Wird ein Warmwasserspeicher im Haus benötigt?…………………………………………….. 5
2.10 Wer führt die Anschlussarbeiten im Haus aus ?……………………………………………… 5
3 NAHWÄRMENETZ ………………………………………………………………………………………………… 5
3.1 Wie groß wird das Nahwärmnetz? …………………………………………………………………… 5
3.2 Wie lange wird der Bau des Nahwärmenetzes in Mardorf dauern?……………………… 5
3.3 Wie kommt die Nahwärme vom Netz / Straße in mein Haus? …………………………….. 5
3.4 Wie viel Abwärme aus dem BHKW der Biogasanlage steht zur Verfügung? ………….. 5
3.5 Wie zuverlässig ist die Biogasanlage? Was passiert, wenn diese ausfällt?…………….. 5
3.6 Kann eine Leitung im Netz kaputt gehen? ………………………………………………………… 6NIM – Nahwärme Initiative Mardorf eG
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3.7 Wie wird die zuverlässige Lieferung der Nahwärme sichergestellt? …………………….. 6
3.8 Welche Garantien gibt die Genossenschaft für die Wärmelieferung? ………………….. 6
3.9 Wie werden Spitzenabnahmezeiten abgedeckt?……………………………………………….. 6
4 KOSTEN / EINSPARUNGEN…………………………………………………………………………………….. 6
4.1 Was ist unter einer Kilowattstunde (kWh) Wärme zu verstehen? ……………………….. 6
4.2 Wie viel kostet mich die abgenommene Wärme aus dem Netz? …………………………. 6
4.3 Wie viel spare ich durch den Anschluss an das Nahwärmenetz? …………………………. 7
4.4 Welche Kosten entstehen mir durch den Beitritt in die Genossenschaft? …………….. 7
4.5 Was kostet mich mein Hausanschluss?…………………………………………………………….. 7
4.6 Gibt es noch Anschlusskosten in meinem Haus? ……………………………………………….. 7
4.7 Wie kann ich die Genossenschaftseinlage und die Anschlusskosten finanzieren?….. 7
4.8 Muss ich eine Mindestmenge abnehmen? ……………………………………………………….. 8
4.9 Gibt es einen Tarif für Geringabnehmer?………………………………………………………….. 8
4.10 Wie wird die abgenommene Wärmemenge abgerechnet/gemessen? ……………… 8
4.11 Wer führt die Verwaltungsarbeiten und die Betreuung der Anlage durch? ……….. 8
4.12 Wie kann ich meinen tatsächlichen Verbrauch kontrollieren? …………………………. 8
4.13 Wie hoch sind die Kosten für das Nahwärmenetz und die Netztechnik? …………… 8
4.14 Wie wird dieser Betrag finanziert? Welche Fördermittel gibt es? …………………….. 8
4.15 Wie kommt der Wärmepreis zustande? Wie stabil ist dieser Preis? …………………. 7
5 INFORMATION und BERATUNG……………………………………………………………………………… 8
5.1 Wo kann ich mich noch informieren? ………………………………………………………………. 8NIM – Nahwärme Initiative Mardorf eG
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1 BIOENERGIEGENOSSENSCHAFT
1.1 Warum wird eine Genossenschaft gegründet
 In einer Genossenschaft schließen sich Bürger zusammen, um sich gemeinsam
wirtschaftlich zu fördern. Das heißt, wir gründen ein eigenes Unternehmen und nehmen
unsere Wärmeversorgung selbst in die Hand.
 Jede Genossenschaft wird von einem Genossenschaftsverband geprüft und überwacht.
Die Mitglieder können sich daher darauf verlassen, dass ihre Genossenschaft von Beginn
an über ein solides wirtschaftliches und finanzielles Konzept verfügt.
 Eine Genossenschaft ist einfach zu gründen, eigenständig und demokratisch organisiert.
Wir unterliegen keinen wirtschaftlichen Zwängen, da wir nur für uns wirtschaften.
Aufsichtsrat sowie Vorstand werden aus dem Kreis der Mitglieder besetzt. Daher hat
jeder die Sicherheit, dass ausschließlich die Interessen der Mitglieder im Mittelpunkt der
Geschäftstätigkeit stehen.
1.2 Warum sollte ich auf Nahwärme umsteigen?
 Wir sind unabhängiger von fossilen Brennstoffen, die immer teurer werden. Das
Nahwärmenetz wird dagegen mit günstiger Abwärme der Biogasanlage und Wärme aus
Holzhackschnitzeln gespeist.
 Die CO2-Emissionen sinken, da die Wärme fast ausschließlich aus regenerativen Quellen
erzeugt wird.
 Unsere Geldmittel für „Wärme“ bleiben stärker in der Region und fließen nicht mehr in
die Hände der Ölkonzerne.
 Es ist keine eigene Heizungsanlage mehr erforderlich. Die Kosten für Wartung und
Instandhaltung entfallen. Investitionen für moderne Brennwertkessel oder eine
Tankraumsanierung sind nicht mehr nötig. Im Haus wird ein Kellerraum frei.
 Hausbesitzer brauchen sich nicht um zukünftig verschärfte Abgasnormen für Heizkessel
zu kümmern.
 Die Wärme steht jederzeit zur Verfügung. Man muss kein Öl mehr kaufen, das ständigen
Preisschwankungen unterliegt. Man kann, aber muss kein Holz mehr auflegen; die
Vorarbeit für das Scheitholz kann entfallen.
 Wenn es in Zukunft andere, noch günstigere Möglichkeiten gibt Wärme zu erzeugen,
können diese in das bestehende Netz eingebunden werden.
1.3 Wozu wird meine Einlage in Höhe von 6.000 € verwendet?
Zur Finanzierung des Nahwärmenetzes. Die Einlagen bilden das Eigenkapital der
Genossenschaft.
1.4 Mit welchem Betrag hafte ich als Genosse?
Höchstens mit der Genossenschaftseinlage.
1.5 Kann ich Nahwärme beziehen, ohne Genossenschaftsmitglied zu sein?
Nein.NIM – Nahwärme Initiative Mardorf eG
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1.6 Kann ich mich auch noch später entscheiden?
Wir derzeit im Vorstand diskutiert. Prinzipiell nur wenn dadurch die Trassenplanung nicht
geändert werden muss.
2 HAUSTECHNIK
2.1 Wie funktioniert eine Hausübergabestation (HÜS)?
In der HÜS wird die Wärme aus dem Wasser des Wärmenetzes über einen Wärmetauscher
auf das Wasser im Heizkreis des Nutzers übertragen. Es besteht keine direkte Verbindung
zwischen Netz und Heizung des Nutzers. Den notwendigen Vordruck auf der
Wärmenetzseite stellt die Genossenschaft durch die zentralen Netzpumpen her. Auf der
Nutzerseite bleibt wie bisher auch eine (neue effiziente!) Heizkreispumpe.
Letztlich ersetzt die HÜS den bisher vorhandenen Ölkessel.
2.2 Wie groß ist die Übergabestation?
Je nach Hersteller ungefähr so groß wie ein kleiner Küchenhochschrank. Für normale
Wohnhäuser bis 6 Wohneinheiten wandhängend.
2.3 Wie wird die Technik in meinem Haus gewartet? Entstehen dafür Kosten?
Die Hausübergabestationen gehören zum Wärmenetz, werden durch die Genossenschaft
gebaut, bezahlt und im laufenden Unterhalt gewartet. Wartungs‐ und Instandhaltungskosten
gehen zu Lasten der Genossenschaft. Am Anfang der Betriebszeit wird der Filter evtl. noch
häufiger zu reinigen sein (durch die eG). Später wird nur noch bei Störungen jemand
kommen, ansonsten Regelwartung im Zuge des 5‐jährigen Zählwerkwechsels. Die meisten
Arbeiten kann das Team der Genossenschaft in Eigenleistung erledigen.
Auf der Hausseite wie bisher auch durch den Nutzer Hör/Sichtkontrolle der Pumpe,
Schmutzfänger, etc. Die bisher notwendige Kessel‐ und Tankwartung entfällt.
2.4 Kann ich meine alte Heizungsanlage behalten?
Nein. Andernfalls wäre die Wärmeabnahme nicht gesichert und das Projekt ist in der
Finanzierung sofort gescheitert. Auch für den Nutzer hat ein Stehenlassen des alten Kessels
keine Vorteile. Die Versorgungssicherheit des Wärmenetzes ist zudem weitaus höher, als die
eines einzelnen Privatkessels.
2.5 Kann ich einen Kamin/Kachelofen im Haus im Betrieb halten?
Ja ‐ klar. Die Nahwärme ersetzt nur den alten Kessel. Nicht mehr und nicht weniger. Der
Nahwärmeanschluss wird aber so ausgelegt, dass es auch warm wird, wenn Sie mal nicht
mehr mit Holz heizen wollen oder können.
2.6 Kann ich meine Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung behalten?
Ja natürlich. Die Nahwärmestation wird analog dem Kessel mit dem Solarspeicher
verbunden. NIM – Nahwärme Initiative Mardorf eG
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2.7 Was mache ich mit meiner alten Heizungsanlage/Kessel/Öl/Gastank?
Je nach Alter entweder demontieren und entsorgen lassen, oder verkaufen/verschenken. Bei
Flüssiggastanks muss der Vertrag geprüft werden, sofern der Tank gemietet ist. Evtl.
bestehen Kündigungsfristen.
2.8 Meine Heizung ist erst wenige Jahre alt – rechnet sich Nahwärme für mich?
Wenn es eine Heizölheizung ist, rechnet sich die Nahwärme in jedem Fall. Wenn die Anlage
erst wenige Jahre alt ist – umso besser, denn noch können Sie diese gut verkaufen! Rat:
Sofort umstellen.
2.9 Wird ein Warmwasserspeicher im Haus benötigt?
Ein Warmwasserspeicher (Boiler) wird in jedem Fall benötigt, da sonst die Leistung der
Übergabestation nicht ausreicht. Ist der bestehende Speicher in gutem Zustand (gewartet,
entkalkt) und für den Bedarf auch ausreichend groß, kann er weiter verwendet werden. Das
ist der häufigste Fall. Geprüft wird das bei der Begehung im Zuge der Entwurfsplanung im
Herbst 2013. Ist der Speicher alt oder inzwischen zu klein (z.B. wenn ein zusätzliches Bad,
eine Einliegerwohnung etc. hinzugekommen ist), ist nun die beste Gelegenheit, diesen gleich
mit zu erneuern.
2.10 Wer führt die Anschlussarbeiten im Haus aus ?
Bitte wenden Sie sich an einen Heizungsinstallateur Ihres Vertrauens.
3 NAHWÄRMENETZ
3.1 Wie groß wird das Nahwärmnetz?
Ca. 10 km (vgl. Entwurfsbericht)
3.2 Wie lange wird der Bau des Nahwärmenetzes in Mardorf dauern?
Je nach Witterung Februar/März 2014 bis Oktober/November2014.
3.3 Wie kommt die Nahwärme vom Netz / Straße in mein Haus?
Die Genossenschaft baut das gesamte Netz einschließlich der Hausanschlussleitungen , der
wasserdichten Hauseinführung und der Hausübergabestationen (inkl. Außenfühler,
Stromanschluss, Regler)
3.4 Wie viel Abwärme aus dem BHKW der Biogasanlage steht zur Verfügung?
Etwa 3.800 MWh/a (vgl. Entwurfsbericht). Das entspricht knapp 60 % des Bedarfs bei 210
Hausanschlüssen.
3.5 Wie zuverlässig ist die Biogasanlage? Was passiert, wenn diese ausfällt?
Die Biogasanlage wird hochprofessionell mit Fernüberwachung betrieben. Die Verfügbarkeit
liegt über 95%. Der Betreiber hat ein hohes wirtschaftliches Eigeninteresse (auch ohne die
Wärmelieferung) am Betrieb des BHKW. Wenn das BHKW ausfällt, liefert zunächst einige
Stunden lang der Pufferspeicher Wärme. Wenn dann das BHKW immer noch Störung hat,
springt der kleinere der beiden Holzkessel der eG ein. Solche kurzzeitigen Ausfälle sind in der NIM – Nahwärme Initiative Mardorf eG
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Kalkulation eingerechnet. Das Szenario eines langfristigen Ausfalls der Biogasanlage wurde
geprüft. In diesem Fall kann das Wärmenetz auch nur mit den Holzkesseln und der
Ölabsicherung betrieben werden.
3.6 Kann eine Leitung im Netz kaputt gehen?
Jedes technische Bauteil kann und wird irgendwann kaputt gehen. Die technische
Lebensdauer eines Fernwärmerohrs bei der (aus Technikersicht) geringen Beanspruchung
eines Nahwärmenetzes unter 80°C und mit geringen Drücken liegt bei mind. 40 Jahren.
3.7 Wie wird die zuverlässige Lieferung der Nahwärme sichergestellt?
Die Genossenschaft hat neben der Abwärme des BHKW noch 3 (!) weitere Kesselanlagen +
einen mobilen Absicherungsvertrag. Ein normales Haus hat nur einen Kessel + Ofen (und der
bleibt ja).
3.8 Welche Garantien gibt die Genossenschaft für die Wärmelieferung?
Die Genossenschaft kann immer liefern und garantiert dies in ganz üblichen
Wärmelieferverträgen ihren Genossen. Außer in Fällen höherer Gewalt, wie das auch bei
allen anderen Versorgern üblich ist. D.h. z.B. wenn ganz Mardorf im Stromausfall liegt, kann
auch die eG keine Wärme liefern.
3.9 Wie werden Spitzenabnahmezeiten abgedeckt?
In aller Regel mit dem sehr großen Pufferspeicher, der die ohnehin durch den großen
Gleichzeitigkeitseffekt bei 210 Häusern deutlich abgedämpfte Spitze nochmals abfängt. Ist es
sehr dauerhaft kalt (stets einige Tage im Jahr), kommt der Spitzenlast‐Heizölkessel dazu.
Mengenmäßig sind solche Spitzen unter 1‐2%.
4 KOSTEN / EINSPARUNGEN
4.1 Was ist unter einer Kilowattstunde (kWh) Wärme zu verstehen?
Eine Kilowattstunde (kWh) ist die Einheit für Wärmemengen. Ein Liter Heizöl enthält etwa 10
kWh Wärme. In einem normalen Ölkessel kann man daraus im Jahresmittel etwa 8 kWh
Nutzwärme machen. Der Rest geht über Abgas- und Kesselverluste verloren. Ein Liter
Flüssiggas hat etwa 6,6 kWh Wärmeinhalt, aus denen ein guter Gaskessel etwa 6 kWh
Nutzwärme macht.
4.2 Wie viel kostet mich die abgenommene Wärme aus dem Netz?
Aufgrund der Machbarkeitsstudie wurden folgende Wärmepreise ermittelt:
Grundpreis (pauschal): 180 €/Jahr brutto
Arbeitspreis (nach Verbrauch): 9,64 ct/kWh brutto
Die Zahlen basieren auf den Angaben der interessierten Wärmeabnehmer (210
Hausanschlüsse).NIM – Nahwärme Initiative Mardorf eG
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4.3 Wie kommt der Wärmepreis zustande? Wie stabil ist dieser Preis?
Der Preisvorschlag entstammt der Vollkostenrechnung für das Projekt und orientiert sich an
den üblichen Preisen in dörflichen Energiegenossenschaften. Er liegt sogar knapp unter dem
Preis in Schönstadt. Die Kosten sind bestimmt durch langfristig stabile Kapitalkosten des
Netzbaus und ebenfalls langfristig stabile Kosten für den Betrieb und die Verwaltung, so dass
davon ausgegangen werden kann, dass der Wärmepreis in der Genossenschaft auch
langfristig stets weniger steigt, als der Vergleichspreis für fossile Energien. Die von Beginn an
hohen Einsparungen werden sich über die ganze 20 und mehr Jahre fortsetzen..
Unsere Empfehlung lautet: Anpassung des Wärmepreises der Genossenschaft mit etwa der
jährlichen Inflationsrate. Kalkuliert sind im Durchschnitt 1,5 % pro Jahr. Das kann aber die
Genossenschaftshauptversammlung jedes Jahr mit Blick auf die Ergebnisse
festlegen/aussetzen etc.
4.4 Wie viel spare ich durch den Anschluss an das Nahwärmenetz?
Einsparung für ein normales Wohnhaus mit bisher ca. 2.500 l/a Heizöl beträgt etwa 500 €/a.
(vgl. Vergleichsrechnung im Bericht zur Machbarkeitsstudie)
4.5 Welche Kosten entstehen mir durch den Beitritt in die Genossenschaft?
Genossenschaftseinlage beträgt einmalig 6.000 €.
4.6 Was kostet mich mein Hausanschluss?
Leitungsbau / Hausübergabestation / Hauseinführung
Die Genossenschaft trägt die Kosten für die gesamte Hausanschlussleitung, die
Hauseinführung und die Übergabestation selbst.
Die Gemeinschaft ist jedoch darauf angewiesen dass der kürzest mögliche Weg vom
Hauptnetz in das Haus gewählt wird (vgl. Hinweise im Bericht).
Tiebauarbeiten (wie auch in anderen erfolgreichen Netzen):
Die Genossinnen und Genossen stellen den Graben auf dem eigenen Grundstück auf selbst
her. Das ist fair, da ein langer Weg auf dem Grundstück dann ein wenig gemeinschaftlich
getragen wird. Tipp: In Schönstadt aus der Praxis anschauen. Der Graben kann entweder in
Eigenleistung erstellt werden oder es wird ein Auftrag an ein Tiefbaufirma vergeben.
4.7 Gibt es noch Anschlusskosten in meinem Haus?
Alles jenseits der Hausübergabestation (HÜS) muss vom Nutzer getragen werde, so wie dies
auch bei einem Kesseltausch der Fall wäre. Also Demontage und Neuanbindung an die HÜS.
Evtl. Erneuerung der Pumpe (was sich ohnehin immer lohnt). Evtl. Erneuerung
Warmwasserspeicher (Boiler), wie zuvor bereits erläutert.
4.8 Wie kann ich die Genossenschaftseinlage und die Anschlusskosten
finanzieren?
Sowohl die VR Bank Hessenland als auch die Sparkasse Marburg-Biedenkopf bieten speziell
für diesen Zweck zinsgünstige und unbürokratische Finanzierungsmöglichkeiten an.NIM – Nahwärme Initiative Mardorf eG
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4.9 Muss ich eine Mindestmenge abnehmen?
Nein. Es wird davon ausgegangen, dass die bisherige Wäre aus der alten Kesselanlage durch
die Nahwärme ersetzt wird. Wenn Sie dämmen, dann wird es weniger. Kein Problem.
4.10 Gibt es einen Tarif für Geringabnehmer?
Nein. Genossenschaft ist Gemeinschaft.
4.11 Wie wird die abgenommene Wärmemenge abgerechnet/gemessen?
Die Abrechnung erfolgt gemäß Gesetz mit geeichten Wärmemengenzählern, die Bestandteil
der Übergabestationen sind.
4.12 Wer führt die Verwaltungsarbeiten und die Betreuung der Anlage durch?
Verwaltungsarbeit ist genossenschaftliches Amt.
4.13 Wie kann ich meinen tatsächlichen Verbrauch kontrollieren?
Ein Blick auf den Wärmemengenzähler genügt. Dort stehen die aktuellen kWh im Klartext.
4.14 Wie hoch sind die Kosten für das Nahwärmenetz und die Netztechnik?
Die Gesamtkosten betragen ca. 5,5 Mio. €
4.15 Wie wird dieser Betrag finanziert? Welche Fördermittel gibt es?
Öffentliche Zuschüsse (KfW 281): ca. 1,3 Mio. €
Genossenschaftsbeiträge ca. 1,3 Mio. €
Bankkredit ca. 2,9 Mio. €
5 INFORMATION und BERATUNG
5.1 Wo kann ich mich noch informieren?
Die Mitglieder der Nahwärmeinitiave Mardorf (NIM) stehen gerne für Fragen zur Verfügung
Weitere Informationen werden auf der Website der Stadt Amöneburg veröffentlicht. Rubrik
Bauen, Wohnen, Energie / Energie.