Musterbeispiel

Bericht in der Dorfzeitung Erfurtshausen

Warum sparen wir, da doch viel Geld investiert werden muss?

Nun, insgesamt kostet aufgrund des Gutachtens der Aufbau des Nahwärmenetzes, die Bauwerke und Maschinen für die Energieerzeugung rund 2,5 Mio Euro.

Dies entspricht Kosten von 27.500 Euro je „Heizung“ bei 91 Teilnehmern.

Da es eine Genossenschaft ist, die die Anlage baut, erhält die Genossenschaft 400.000 Vor-steuer vom Finanzamt zurück.

Weitere 550.000 Euro werden als Zuschuss erwartet, da der Bau und Betrieb des Nahwär-menetzes in der Umweltbilanz absolut positiv ist.

Weitere 455.000 Euro kommen durch unseren Genossenschaftsbeitrag als Eigenkapital hinzu (aktuell sind es schon über 500.000 Euro!).

Somit sind noch ca. 1 Mio Euro zu finanzieren (Mehrausgaben durch Mehranschlüsse sind zu berücksichtigen).

Dieses Geld ist mit Zinsen zurück zu zahlen. Weiterhin kommen die Kosten für die Unterhal-tung, den Betrieb der Holzhackschnitzelanlage und Verwaltung hinzu. Diese „Ausgaben“ werden auf den Wärmepreis umgerechnet und über die Wärmeverträge von den Haushalten eingenommen.

Dabei bestimmen die Investitionskosten mit ca. 70% den zukünftigen Wärmepreis.

Da dieser Anteil nach der Baumaßnahme feststehen wird, wird der Wärmepreis in ho-hem Maße stabil sein.

Wenn jemand privat eine alternative Heizung baut, erhält er die Mehrwertsteuer nicht vom Finanzamt erstattet. Weiterhin fehlen ihm die Zuschüsse, die für ein Nahwärmenetz, aktuell und nur noch sehr kurze Zeit in hoher Förderquote zu bekommen sind.

Bei 100 Teilnehmern sind dies rund 10.000 Euro Preisvorteil proWärmeabnahmevertrag.

Bei einer realistischen Nutzung von 40 bis 60 Jahren des Nahwärmenetzes ist es eine Investition für die Enkel– bzw. Urenkelkinder— da sie noch davon profitieren werden.

Das Geld für den Wärmepreis setzt sich aus den Faktoren „Zins und Tilgung― sowie „Betrieb, Verwaltung, Zukauf Hackschnitzel― zusammen.

Dabei stehen die Kosten „Zins und Tilgung― und dem Rest in einem Verhältnis von 70:30. Dies bedeutet, wenn das Darlehen zurück bezahlt ist, fallen 70% der Kosten weg!

Dies ist bei allen bisher bekannten Heizmethoden nicht der Fall. Im Gegenteil!

Zudem sind bei anderen Heizmethoden immer auch Kosten für eine Ersatzbeschaffung zu berücksichtigen.

Reinvestitionskosten, die auch bei der Genossenschaft anfallen können, werden viel geringer ausfallen, da sie durch eine große Gemeinschaft geschultert werden.

Wer sich die aktuellen Ölpreise anschaut (1 Liter rund 1 Euro), ist sicherlich beunruhigt.

Wenn man von einem Wirkungsgrad der Heizung von 85% ausgeht, bedeutet dies, dass man für die Ener gieausbeute von 1000 Liter Ö l 1.180 Euro bezahlen muss.

Für die gleiche Menge Energie aus dem Netz der Genossenschaft aber nur ca. 750 Euro.

Weitere Faktoren sind zu berücksichtigen: Schornsteinfeger, TÜV und Wartung.

Auf der anderen Seite steht nur die Miete für den Wärmetauscher, die im Schadensfall durch die Genossenschaft vorgehalten und kostenlos im Austausch abgegeben wird!

Frage: Wem reichen 1000l Heizöl im Jahr? Bitte nach-rechnen, um in der Zukunft viel Geld zu sparen !