Teilinbetriebnahme

Am Startknopf von links: EAM Geschäftsführer Georg von Meibom, Vorstandsvorsitzender Heinz Heilemann, Hessischer Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, EAM EnergiePlus-Geschäftsführer Siegmund Laufer, Erich Korell, Vorstand Energie Wasenberg eG und die beiden Trachten-Mädels Emily Riehl und Leah Schmidt
Am Startknopf
von links: EAM Geschäftsführer Georg von Meibom, Vorstandsvorsitzender Heinz Heilemann, Hessischer Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, EAM EnergiePlus-Geschäftsführer Siegmund Laufer, Erich Korell, Vorstand Energie Wasenberg eG und die beiden Trachten-Mädels Emily Riehl und Leah Schmidt

Es ist soweit: am 28.10.2015 um 16:33 Uhr wurde unser Nahwärmenetz offiziell teilweise in Betrieb genommen.

Wo treffen sich ca. 300 Wasenberger bei diesigem Wetter an einem Mittwoch Nachmittag? Genau, natürlich an der Heizzentrale des Nahwärmenetzes! Geladen hatte die Energiegenossenschaft um die Teilinbetriebnahme ihres Nahwärmenetzes zu feiern.
Eingeladen war und angekündigt hat sich auch Tarek Al-Wazir, „Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung“.
Gegen 15:10 traf dieser mit seiner Mitarbeiterin ein.

Standesgemäß begrüßt durch Emily Riehl und Leah Schmidt in Schwälmer Tracht ging es händeschüttelnd über den Platz in das Zelt.

Nach kurzfristig hektischer Betriebsamkeit wegen trotz Probe nicht funktionierender Mikrofontechnik (schon wieder…) führte ein sichtlich gut aufgelegter Heinz Heilemann durch das ca. 60minütige Programm.
Ca. 300 Gäste waren gekommen und mussten sich z.T mit einem Platz draußen vor dem Zelt begnügen.

Ängste vor langatmigen Reden waren unbegründet – allen Beteiligten war die Freude über das bisher geleistete anzumerken.

Auch Minister Tarek Al-Wazir trug durch lockeres Auftreten und scherzhaften Bemerkungen zur guten Stimmung bei.

Wir bedanken uns bei allen Helfern, den Landfrauen und der Burschenschaft für die geleistete Hilfe!


 

einige Pressemeldung zur Teilinbetriebnahme

Die EAM auf Ihrer Website (Pressetext EAM)

Energie Wasenberg und EAM starten Nahwärmeversorgung

Wasenberg, 29. Oktober 2015
Die Energiegenossenschaft Wasenberg e. G. und die EAM haben in Willingshausen-Wasenberg (Schwalm-Eder-Kreis) eines der größten Nahwärmenetze Hessens in Betrieb genommen. Mit einem symbolischen Knopfdruck gab Hessens Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung Tarek Al-Wazir gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Energie Wasenberg Heinz Heilemann, EAM-Geschäftsführer Georg von Meibom sowie EAM EnergiePlus-Geschäftsführer Siegmund Laufer vor knapp 300 Gästen den Startschuss für die Wärmelieferung in Wasenberg.
376 Haushalte werden insgesamt an das 13 Kilometer lange Wärmenetz angeschlossen, das von der Energiegenossenschaft in drei Bauabschnitten bis zum Frühjahr 2016 fertig gestellt wird. Im Gewerbegebiet Hartmannsäcker hat die Genossenschaft zudem das Gebäude für eine Heizzentrale errichtet. „Wir freuen uns, dass wir bis zum Jahresende bereits rund zwei Drittel aller vorgesehenen Haushalte mit Wärme beliefern können“, sagte Heinz Heilemann. „Ab dem kommenden Jahr werden wir hier in Wasenberg insgesamt 1065 Einwohner mit Wärme versorgen.“

EAM setzt eigenes Biogas zur Energieerzeugung ein
In der Heizzentrale erzeugt die EAM EnergiePlus GmbH zukünftig durch den Einsatz von Biogas in zwei Biomethan-Blockheizkraftwerken (BHKW) mit einer Leistung von je 550 Kilowatt jährlich fast vier Millionen Kilowattstunden Strom, der vor Ort ins allgemeine Stromnetz eingespeist wird. Die bei der Energieproduktion durch Kraft-Wärme-Kopplung anfallende Wärme übernimmt die Genossenschaft und liefert sie weiter an ihre Mitglieder. Zusätzlich übernimmt die Energie Wasenberg Wärme aus der nahen Biogasanlage der SBG Schwälmer Biogas GmbH Ransbach und sorgt für eine nahezu vollständige Wärmeversorgung aus regenerativen Energien. Ein zusätzlicher Erdgas-Spitzenlastkessel mit einer thermischen Leistung von 1.900 Kilowatt sowie zwei 60-Kubikmeter-Wärmespeicher der EAM sorgen dafür, dass die Wärme- und Stromversorgung auch bei hoher Nachfrage flexibel gesteuert werden kann. Georg von Meibom lobte die gute Zusammenarbeit zwischen der EAM und der Genossenschaft und hob den positiven Aspekt für die Umwelt hervor: „Für die Strom- und Wärmeerzeugung setzen wir Biogas ein, das wir in unserem Biomassezentrum in Stausebach aus Grünabfällen erzeugen. Dieses Gemeinschaftsprojekt strahlt weit über die Grenzen des Landkreises hinaus und ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Energiewende in Hessen umzusetzen.“

Auch Tarek Al-Wazir freute sich über das beispielhafte Engagement von Energiegenossenschaft und EAM. „Die nachhaltige Wärmeversorgung in Wasenberg ist ein wichtiger Beitrag, um die Energieversorgung langfristig vollständig auf erneuerbare und dezentrale Quellen umzustellen und uns von fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen“, erklärte der Minister. „Das große Engagement vor Ort zeigt die hohe Identifikation mit dem Projekt. Es ist ein wesentliches Merkmal der Energiewende, dass sie den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, sich aktiv zu beteiligen. Das stärkt die regionale Wertschöpfung und sorgt für Akzeptanz.“

Investitionen von knapp sieben Millionen Euro
Das gemeinschaftliche Großprojekt ist mit einem Investitionsvolumen von insgesamt knapp sieben Millionen Euro veranschlagt. 4,9 Millionen Euro investiert die Genossenschaft, davon 1,5 Millionen Euro an Eigenkapital. Zudem werden 1,4 Millionen Euro aus Fördermitteln erwartet, zwei Millionen Euro müssen über Kredite finanziert werden. Die EAM investiert rund zwei Millionen Euro und ist neben dem Betrieb der Blockheizkraftwerke an der Planung des Projekts beteiligt.

Die HNA online:

Mit symbolischem Knopfdruck gab Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir den Startschuss für das Nahwärmenetz.

Das halbe Dorf war am Mittwochnachmittag in Wasenberg auf den Beinen, um in der Heizzentrale im Gewerbegebiet Hartmannsäcker dabei zu sein: Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir gab mit einem symbolischen Knopfdruck den Startschuss für die Nahwärmeversorgung der Wasenberger Energiegenossenschaft und der EAM.

Dem voran gingen anderthalb Stunden lang jede Menge launiger Worte. Angesichts der vielen anwesenden Genossenschaftsmitgliedern, könnte es seinem Vorstandskollegen, dem Freidemokraten Erich Korell, schwerfallen, die ersten Worte zu übernehmen, scherzte Genossenschaftsvorsitzender Heinz Heilemann und übernahm das mit der Grußformel „liebe Genossinnen und Genossen“.

„Gut dass Sie nicht nur die Idee hatten, sondern auch gesagt haben, ‚wir packen das an’“, lobte Minister Tarek Al-Wazir die Wasenberger. Angesichts der vielen bürokratischen Hürden, die das Projekt Nahwärme nehmen musste, war er sich sicher: „Wenn Sie gewusst hätten, was auf Sie zukommt, wären Sie vermutlich schreiend davon gelaufen.“

„Wie bei den Grünen“, kommentierte Al-Wazir launig Heilemanns Bericht über die Arbeitsgruppe Nahwärme. In dieser Gruppe seien nie Mehrheitsentscheidungen gefallen, hatte Heilemann erzählt, immer sei geredet worden, bis alle einer Meinung waren.

Drei Faktoren für das Gelingen des Projekts nannte Siegmund Laufer, Geschäftsführer der EAM Energieplus: Das Engagement der Genossenschaft, die vertrauensvolle Zusammenarbeit und den Einsatz der beteiligten Firmen und deren Mitarbeiter.

Zitate:

Erwin Hochfeld: „Dieser Tag wird in die Geschichtsbücher unserer Heimatgemeinde eingehen.“

Erich Korell über eine fehlende Genehmigung: „Was haben wir gezittert, aber nicht vor Kälte.“

Tarek Al-Wazir: „Sein Sie einfach stolz.“

Heinz Heilemann mit Blick auf das Büfett der Landfrauen: „Herr Minister, in der Schwalm wird Punkt 12 Uhr gegessen, egal ob das Essen gar ist oder nicht.“


Der Schwälmer Bote

Einweihung: Nahwärmenetz Wasenberg geht an den Start

Wasenberg. Viele Nerven und einige schlaflose Nächte hat es Heinz Heilemann, Erich Korell und ihren Mitstreitern gekostet. Aber jetzt können die Mitglieder der Genossenschaft Energie Wasenberg zufrieden auf ihr Werk schauen: Nach rund zwei Jahren Planung und vielen arbeitsreichen Monaten konnte der Startschuss für das Nahwärmenetz in Wasenberg gegeben werden.

Zu der Einweihung fanden sich nicht nur weit über 200 Bürger zusammen. Auch der hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung Tarek Al-Wazir war anwesend. Er lobte das Engagement der Genossenschaftsmitglieder und bezeichnete das Projekt als vorbildlich. „Es trägt zur Energiewende bei. Denn die funktioniert nur, wenn sie kommunal getragen wird“, erklärte der Minister.

Das 13 Kilometer lange Nahwärmenetz wird bis zum Frühjahr 2016 fertiggestellt. Dann werden 1065 Wasenberger die erneuerbare Wärmquelle nutzen. Sie ersetze den Import von 1,2 Millionen Liter Heizöl, erklärte Heinz Heilemann, Vorstandsvorsitzender der Energie Wasenberg. Die schwankenden Preise der Heizölfirmen seien Geschichte: „Die Kosten sind langfristig kalkulierbar. Die Wasenberger wissen heute schon, was sie in zehn Jahren bezahlen.“

Das Projekt wird von der EAM gefördert. Geschäftsführer Georg von Meibom sowie EAM EnergiePlus-Geschäftsführer Siegmund Laufer sind ebenfalls mit dem Ergebnis zufrieden. „Das Projekt strahlt deutlich über den Schwalm-Eder-Kreis hinaus. Andere Gemeinden haben davon gehört und sich jetzt schon informiert“, sagte Meibom. Laufer erklärte den Erfolg vor allem durch das Engagement, die enge Zusammenarbeit von EAM und Genossenschaft sowie den Einsatz der regionalen Firmen, die am Bau beteiligt waren. „Wir müssen Hand in Hand arbeiten, dann schafft man so ein Projekt in dieser kurzen Zeit.“

Heinz Heilemann, Erich Korell, Tarek Al-Wazir, Georg von Meibom und Siegmund Laufer führten im Anschluss den symbolischen Knopfdruck aus. Somit ist das Nahwärmenetz in Wasenberg offiziell an den Start gegangen.


Zum Schluß ein paar Eindrücke als Bilderstrecke